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Zmicer Chartkou – ein Dissident in Berlin

Eigentlich wollte der belarussische Schauspieler und Theaterregisseur seine Heimat nicht verlassen. Doch ein normales Leben konnte Chartkou unter Lukaschenko nicht führen. Seit zehn Jahren lebt und arbeitet er nun in Berlin.

Roma in Nordmazedonien – Diskriminierung gefährdet Frauengesundheit

In den westlichen Balkanstaaten erhalten Roma-Frauen oft keinen oder nur eingeschränkten Zugang zur gynäkologischen Versorgung. Salija Bekjir Halim aus Nordmazedonien kämpft in ihrem Land gegen diesen Missstand an. Die EU-Kommission hat sie dafür mit dem Roma-Award 2019 ausgezeichnet.

Flucht aus Ost-Berlin

In den 28 Jahren, in denen eine Mauer Berlin teilte, wurden mehr als 130 Menschen bei der Flucht in den Westen getötet. Hartmut Richter setzte sein Leben aufs Spiel, um aus der DDR zu entkommen. Später half er vielen anderen bei der Flucht.

Die verlorenen Kinder des Kosovo-Krieges

Am 10. Juni jährt sich das Ende des Kosovo-Kriegs zum 20. Mal. Tausende Menschen kamen bei den Auseinandersetzungen ums Leben, darunter auch zahlreiche Kinder. Das Humanitarian Law Centre Kosovo in Pristina erinnert an die jüngsten Opfer des Krieges nun mit einer besonderen Ausstellung: „Once upon a time and never again“.

Syriens Kulturerbe lebt weiter – in Berlin

Zahllose Kulturgüter wurden im syrischen Bürgerkrieg zerstört. Das „Syrian Heritage Archive Project“ in Berlin hilft, die Erinnerung daran zu erhalten. Erstmals gibt eine Ausstellung nun Einblick in diese Arbeit.

© Issam Hajjar

Strahlend blau ist der Himmel auf dem Foto, das Issam Hajjar 2011 von der berühmten Umaiyyaden-Moschee in Aleppo gemacht hat. „Es war ein klarer Januartag und ich war in der Altstadt unterwegs, um Bilder aufzunehmen“, erinnert sich der syrische Fotograf noch heute genau. Das Bild zeigt den Innenhof der Moschee, belebt von Menschen, im Hintergrund das imposante Minarett des Gebetshauses, das zum Weltkulturerbe zählt.

Issam Hajjar hat zahllose solcher Bilder gemacht, von Bauwerken und archäologischen Stätten, aber auch vom einfachen Leben in der Provinz. Bilder, die heute von großem Wert sind. Denn sie helfen dabei, die Erinnerung an ein Land zu bewahren, das es so nicht mehr gibt. Mancherorts stehen nur noch ausgebombte Ruinen. Kulturstätten sind schwer beschädigt oder völlig zerstört – wie auch das Minarett der Umayyaden-Moschee, das im April 2013 nach schweren Kämpfen in der Stadt einstürzte.

Ein riesiges digitales Archiv

Der Fotograf, der heute in Berlin lebt, hat einen Teil seiner Bildersammlung deshalb an das „Syrian Heritage Archive Project“ übergeben, ein Gemeinschaftsprojekt des Museums für Islamische Kunst und des Deutschen Archäologischen Instituts. Seit 2013 sammeln deutsche und syrische Wissenschaftler Bilder, Filme und Berichte über die Kultur- und Naturschätze Syriens, digitalisieren sie und erstellen daraus ein Archiv. Ob alte Fotos oder archäologische Forschung: Alles wird erfasst und systematisch sortiert.

„Wir haben hier über die letzten sechs Jahre ein unglaubliches Datenvolumen angesammelt“, sagt Professor Stefan Weber vom Museum für Islamische Kunst in Berlin, der das Projekt vor sechs Jahren initiiert hat. Rund 340.000 Dokumente sind mittlerweile zusammengekommen – das umfassendste Archiv über Syrien außerhalb des Landes. „Das ist ein einmaliger Schatz.“

Eintauchen in Syriens Kulturgeschichte

Eine Auswahl aus diesem Schatz zeigt nun die Ausstellung „Kulturlandschaft Syrien – Bewahren und Archivieren in Zeiten des Krieges“ im Berliner Pergamonmuseum. Der Besucher kann dabei umherwandern zwischen fünf verschiedenen Stationen mit Bildern und Filmen, je eine für die Altstädte von Damaskus und Aleppo, für Palmyra und Raqqa sowie für die sogenannten Toten Städte – dörfliche Siedlungen aus spätrömischer und frühbyzantinischer Zeit.

Bewegend sind vor allem Fotografie-Paare, die zeigen, wie ein Ort vor dem Bürgerkrieg aussah – und was dieser daraus gemacht hat. Eine uralte Basarstraße in Aleppo etwa, hier erfüllt von lebendigem Treiben, dort nur noch ein Haufen Schutt. Die Betonung der Schau liegt aber nicht auf dem Verlust. Vielmehr wird daran erinnert, was Syrien weiterhin besitzt – ein jahrtausendealtes Kulturerbe von überragender Bedeutung.

Vorlage für den Wiederaufbau

„Es geht auch darum, den Syrern das selber klar zu machen“, sagt Karin Pütt, die das „Syrian Heritage Archive Project“ koordiniert. Ein Land, das mehr war und ist als der vernichtende Bürgerkrieg und an die vergangenen Zeiten hoffentlich irgendwann wieder anknüpfen kann. Denn auch das ist ein Ziel des Projekts: Anhaltspunkte für einen Wiederaufbau zerstörter Substanz nach dem Ende des Krieges zu liefern.

Seit 2015 wirkt auch Fotograf Issam Hajjar am Syrian Heritage Archive Projekt mit. Eine Tätigkeit, die nicht immer einfach ist, denn mit vielen Bildern aus seinem Heimatland verbindet sich, wie er sagt, „ein ganzes Paket an Erinnerungen“. Trotzdem ist ihm die Arbeit an dem digitalen Archiv in Berlin ein Herzensanliegen: „Zu zeigen, welche Vielfalt Syrien besitzt, ist für mich eine Lebensmission.“

Auf den Spuren des Bauhaus

Das Bauhaus feiert 2019 sein 100-jähriges Jubiläum. Der Berliner Fotograf Jean Molitor dokumentiert den Einfluss der Architektur-Bewegung in aller Welt. Vom Nahen Osten, über Afrika bis nach Südamerika.

Kambodschas Jugend fragt nach der Vergangenheit

Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung Kambodschas sind unter 30 Jahre alt und haben den Völkermord durch die Roten Khmer nicht mehr selbst miterlebt. In den Familien wird kaum über die Vergangenheit gesprochen, in der Schule steht darüber nichts im Lehrplan. Dennoch gibt es auch Beispiele der Aufarbeitung der Geschichte – die Hoffnung machen.

Aufarbeitung mit Hürden – Kambodscha und Roten Khmer

Etwa 1,7 Millionen Menschen fielen der Terrorherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha zum Opfer. Die Aufarbeitung fällt dem südostasiatischen Land bis heute schwer – auch weil viele alten Seilschaften bis heute existieren.

Neuanfang in Deutschland

Die SchlaU-Schule in München (SchlaU steht für „schulanaloger Unterricht“) ist eine Ergänzungsschule für minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen sind. Die meisten können sich kaum auf Deutsch verständigen, viele sind traumatisiert.